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Rückenschmerzen

Rückenschmerzen

Rückenschmerzen sind in Deutschland in anderen westlichen Industrieländern weit verbreitet und häufig Grund für den Arztbesuch. Aus internationalen Studien ist bekannt, dass Rückenschmerzen bei erwachsenen in den Industrieländern mit einer Häufigkeit von bis zu 40% auftreten. Bei mehr als 85% der Rückenschmerzpatienten lässt sich eine exakte Ursache (z.B. Bandscheibenvorfall, Tumor) nicht nachweisen. In einem solchen Fall spricht man von „unspezifischen Rückenschmerzen“, als deren Quelle mehrere Strukturen in Frage kommen:

Bandscheiben, Facettengelenke, Nervenwurzeln, Dura (harte Hirnhaut), Bandstrukturen, Muskulatur, Iliosakralgelenk.

Die Zuordnung der Rückenschmerzen zu einer isolierten Struktur ist oft nicht möglich. Häufig wird die Degeneration der Bandscheiben als Ursache der Beschwerden angesehen (diskogener Schmerz). Die Bandscheibe steht sicher als Schlüsselstruktur an der Spitze der degenerativen Kaskade, insofern sind viele degenerativ bedingte Rückenschmerzen direkt oder indirekt als „Bandscheiben-bedingt“ anzusehen.

Bei einer gesunden Wirbelsäule sind die stabilisierenden Strukturen (Bandscheiben, Wirbelgelenke, Bänder und Muskeln) unter leichter Spannung, wodurch die Stabilität erhalten wird. Diese Spannung wird dabei hauptsächlich durch die Bandscheiben gewährleistet. Wenn jedoch der innere Kern der Bandscheibe Flüssigkeit verliert, dann wird der Faserring spröde und bekommt Risse. Dabei kann der Nucleus pulposus (weiche Kern) durch die entstandenen Risse nach außen gedrückt werden und einen Bandscheibenvorfall verursachen. Die vorgefallene Bandscheibe kann gegen Bänder und Nerven drücken und Schmerzen erzeugen, die einerseits auf den Rücken beschränkt sein können, andererseits aber auch in das Bein (bei der Lendenwirbelsäule) oder in den Arm (Halswirbelsäule) ausstrahlen können. Wenn der Druck auf den Nerven zu stark wird, dann kann es auch zu Gefühlsstörungen oder Lähmungen kommen. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem Substanzverlust an Bandscheibengewebe und damit zu einem Höhenverlust des Bandscheibenfaches. Daraus kann eine so genannte Segmentlockerung entstehen. Die Wirbelgelenke und Bänder haben mehr "Spiel". Der Körper versucht diesen Stabilitätsverlust zu kompesieren und verstärkt die Wirbelgelenke und die Wirbelkörper selbst und es kann zur so genannten Spondylose und Spondylarthrose mit den Folgen der Wirbelkanalverengung kommen. Schafft der Körper nicht die Wirbelsäule zu "verfestigen", dann resultieren daraus verschiedene Formen der Instabilität , wie degenerative Skoliose oder Spondylolisthesis. Auch das so genannte Facettensyndrom stellt eine Überreizung und Überlastung der kleinen Wirbelgelenke auf Grund von Instabilität und Spannungsverlust dar. Die Frage ist, ob man durch kleine Reparaturen diesen Prozess aufhalten bzw. verlangsamen kann. Deshalb richtet sich die Therapie der Wirbelsäulenerkrankungen nach einem Stufenschema. Für jeden Grad der Degeneration (Verschleisses) gibt es eine spezielle Behandlungsform. Dabei ist jedoch zu beachten, dass alle therapeutischen Maßnahmen durch ein konsequentes Rückentraining begleitet werden sollte, damit eine kräftige Rücken- und Bauchmuskulatur der Wirbelsäule ihre natürliche Spannung gibt.